Was mich antrieb ...

Dr. Michael Zanger

Studierte Biologie mit Schwerpunkt Zoologie und Anatomie an der Universität Heidelberg. Anschließend sammelte er berufliche Erfahrungen im Bereich der Steuerung von Kommunikationsprozessen sowie im hauptamtlichen Naturschutz.

Seit 2005 selbstständig als Hufpfleger, Huftechniker und staatl. gepr. Hufbeschlagschmied/NL.

Entwickler und Erfinder der Huf-App. Patentinhaber für ein digitales Messverfahren zur Hufwinkelbestimmung. Hersteller von Hufpflegeprodukten.

Mit seiner Arbeit mehrfach vorgeschlagen für den Innovationspreis der Equitana. Fachpate der Messe Pferd Bodensee und Forschungspartner der Hochschule Nürtingen-Geislingen.

Inhaber und Gründer des LTZ.

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich eigentlich auf die Idee kam, ein Institut für die Ausbildung von Hufpflegern und Huftechnikern zu gründen.

Diese Frage führt mich zurück zu meinen Anfängen in der Hufbearbeitung. Ich erinnere mich genau daran, wie ich das erste Mal Hufmesser und Hufraspel in die Hand nahm und loslegte. Wie jeder, der heute mit dieser Tätigkeit anfängt, ist man zunächst einmal auf ganz praktische Probleme konzentriert: Wie halte ich das Hufmesser? Wie stabilisiere ich das Pferdebein oder wie muss ich die Hufraspel führen?

Geht man später die ersten Schritte in der Tätigkeit als Hufpfleger wird einem schnell bewußt, dass man die Struktur des Hufes als Ergebnis aller anatomischen Eigenschaften und Besonderheiten sehen muss. Man merkt, ich kann nur dann einen Huf gut bearbeiten, wenn mein Wissen über den eigentlichen Aufbau des Hufes hinausgeht. Ich muss das Pferd als eine Einheit ineinander greifender Zahnräder begreifen!

Daher darf gute Hufbearbeitung nicht auf Höhe des Vorderfuß- oder Hinterfußwurzelgelenks enden. Sie muss die gesamten Bewegungsabläufe der Gliedmaßen bis hinein in Strkturen wie Wirbelsäule oder Rumpfmuskulatur berücksichtigen.

Eine solche Ausbildung anzubieten, die das Pferd in seiner Gesamtheit betrachtet, war mein Ziel. Dies findet sich heute in unserem Ausbildungskonzept wieder, das der Biomechanik des Hufes und des Pferdekörpers eine besondere Bedeutung einräumt. Mit diesem Ansatz war es uns schließlich möglich, den Grundstein für die heutige Anerkennung und Zertifizierung des LTZ als Bildungseinrichtung zu legen.