Mitten im Leben angekommen, sattelte Eva-Maria Hüper um.

Sie beschloss, sich mit der Barhufbearbeitung von Pferden ein zweites berufliches Standbein aufzubauen. Voller Fragen und Motivation startete Sie im Oktober 2013 ihre Ausbildung am LTZ. Ein Jahr nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung fragen wir nach:

  Eva, wie kamst Du auf die Idee, Hufpflegerin zu werden?

Auf der Suche nach einem guten Hufbearbeiter für mein junges Pferd bin ich auf die verschiedenen Bearbeitungsmethoden bzw. -philosophien aufmerksam geworden. Je mehr ich mich informiert habe, desto spannender wurde das Thema für mich. Da ich mir langfristig noch ein zweites berufliches Standbein aufbauen wollte (gerne im Pferdebereich), handwerklich nicht ganz ungeschickt bin und unbedingt mehr über das Phänomen Huf lernen wollte kam ich zu der Ausbildung.

  Wie hast Du die Ausbildung am LTZ erlebt?

Ich habe eine ganzheitliche, über den Huf hinaus gehende, Ausbildung erlebt! Die Anatomie des gesamten Pferdes wurde groß geschrieben und wir wurden zu einer fachübergreifenden, undogmatischen Herangehensweise ans Thema Hufbearbeitung „erzogen“. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen und ich denke, das kommt schlussendlich auch dem Pferd zugute.
Außerdem war die Ausbildung so angelegt, dass sie gut berufsbegleitend absolviert werden konnte und der Spaß kam nie zu kurz! 🙂

  Nachdem Du Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, wie ging es dann weiter?

Auch nach Abschluss der Ausbildung lernt man immer noch dazu. Mit jedem neuen Pferd kommen neue Herausforderungen, das macht den Job so spannend! Man wird sicherer, kann die Besitzer besser aufklären oder unterstützen und bekommt eine gewisse Routine in der Arbeit. In der Zwischenzeit hat sich sogar mein Körper an die manchmal doch recht anstrengende Arbeit gewöhnt 🙂

Zu Beginn habe ich etwas Werbung gemacht, Flyer verteilt, eine Homepage erstellt und dann mit den ersten Pferden „losgelegt“. Durch eine Fortbildung im Bereich Kunststoffbeschläge kann ich jetzt auch Pferde, die übergangsweise einen permanenten Hufschutz brauchen betreuen.

  Wie sieht Dein Job als Hufpflegerin heute aus?

Mittlerweile habe ich einen festen Kundenstamm von Pferden, die ich regelmäßig bearbeite. Es ist toll, Veränderungen bzw. Verbesserungen durch die Hufbearbeitung zu erreichen und die Pferde gut laufen zu sehen.

Ich betreibe die Hufpflege als „Zweitjob“, bin also mehrmals die Woche unterwegs zu meinen Kunden und genieße die Flexibilität, die mir dieser Job gibt.

   Inzwischen bist Du ja auch als Dozentin in der praktischen Ausbildung bei uns tätig, wie ist es für Dich zu unterrichten?

Das Unterstützen in der praktischen Ausbildung macht unheimlich viel Spaß! Ich freue mich über jeden, der sich im Bereich Huf weiterbilden möchte, sei es nur für den privaten Bereich oder auch für eine berufliche Zukunft. Erfahrung und Wissen direkt am Pferd weiterzugeben, mit interessierten und motivierten Menschen zu arbeiten, das ist besser als jeder Job im warmen Büro!