Hufbeschlag war früher mit einem Eisenbeschlag gleichzusetzen.

Für den Hufbeschlag eines Pferdes, steht dem Hufschmied heute eine breite Palette von Beschlagsmöglichkeiten zur Verfügung, mit ganz unterschiedlichen Materialien. Man unterscheidet dabei zwischen Kunststoff-, Aluminium- und Eisenbeschlägen. Die Materialien Kunststoff und Aluminium erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit und sind aus dem modernen Hufbeschlag nicht mehr wegzudenken. Jede Beschlagsart, ganz gleich ob moderner Hufbeschlag oder klassischer Hufbeschlag, hat seine Vor- und Nachteile und es ist die Aufgabe des Schmieds, dem Pferd das passende “Schuhwerk” zu verpassen.

Kunststoffbeschläge

Kunststoffbeschläge sind unter Freizeitreitern zunehmend verbreitet. Sie sind in verschiedenen Formen und Härten erhältlich. Kunststoffbeschläge besitzen im Vergleich mit Eisenbeschlägen eine um 90% bessere Stoßdämpfung beim Auffußen des Hufes. Außerdem haben sie ein leichteres Gewicht und lassen die vertikale und horizontale Bewegung des Hufes zu. Kunststoffbeschläge weisen eine Rutschfestigkeit auf, die dem des Barhufes entspricht. Auch ist die Gefahr des Abtretens deutlich geringer.

Aluminiumbeschläge

Aluminiumbeschläge sind für viele Pferde eine alternative Beschlagsvariante. Sie vereinen viele Vorteile von Kunststoffbeschlägen und Eisenbeschlägen. So haben Sie ein leichteres Gewicht als Eisen, eine 50% bessere Stoßdämpfung gegenüber Stahl und geben dem Pferd dennoch einen stabilen Hufbeschlag. Als weiteren Vorteil von Aluminiumbeschlägen ist zu nennen, dass das Pferd die Möglichkeit hat, sich relativ einfach und schnell eine Zehenrichtung für ein besseres Abrollen anzulaufen. Für den Schmied sind Aluminiumbeschläge eine kleine handwerkliche Herausforderung, denn sie können nur kalt beschlagen werden.

Eisenbeschläge

Eisenbeschläge wurden vorwiegend für die schwere Arbeit in Landwirtschaft und Kriegswesen entwickelt. Ihr Hauptvorteil besteht darin, dass sie sich nicht so schnell abnutzen und zum Teil über 2-3 Beschlagsperioden eingesetzt werden können. Eisenbeschläge besitzen kaum eine stoßdämpfende Wirkung und sie ermöglichen keine horizontale und vertikale Hufbewegung, so dass die Erschütterung beim Auffußen direkt auf Sehnen, Bänder und Gelenke wirkt. Auch hat sich das Pferd erst zum Ende der Beschlagsperiode eine Zehenrichtung angelaufen. Eisenbeschläge bieten sich für Pferde an, die regelmäßig gearbeitet werden.